PRESSE ZU FEINSTOFF:

TAZ.blogs (Christian Ihle, 12.03.20):

Der Tocotronic-Stammproduzent Moses Schneider zeichnet sich auch für die neuste EP der Neuköllnerin Marlène Colle hinter den Reglern verantwortlich, die hier ein erfreulich rundes Werk an Berliner Chansons vorlegt:

„Die Stadt ist alle, erschöpft und grau.
Komm reiss dich zusammen, Neukölln, du weißt doch ganz genau:
Es ist nur Februar & bald ist die Sonne da!“

 

 

…und das ist noch nicht mal der beste Track der sechs Lieder, in denen Marlène es erstaunlich oft gelingt, aus Berliner Befindlichkeiten eine Konkretheit in ihrer Poesie zu schaffen, die über diese Stadt hinausreicht, auch wenn vielleicht nicht jeder Code für einen Auswärtigen sofort dechiffrierbar sein mag. Schönstes Beispiel ist die am Berliner Edel-Restaurant aufgehängte Geschichte „Grill Royal“

https://blogs.taz.de/popblog/2020/03/12/ep-der-woche-marlene-feinstoff-ep/

Hamburger Abendblatt (fsk, 03.03.20)

"Agnes Obel trat in der Laeiszhalle auf.

Die dänische Sängerin und Pianistin wurde in der Laeiszhalle gefeiert. Ihr Vorprogramm sorgte für eine Überraschung.

Hamburg. Ein beherzter E-Gitarrenakkord eröffnet den Abend in der Laeisz­halle. Solch harsche Klänge erwartet man nicht bei einem Konzert der dänischen Sängerin und Pianistin Agnes Obel, und Marlène Colle, die unter ihrem Vornamen auftritt, weiß auch, dass sie nur der Support ist, auf dessen angeschrägte Großstadt-Chansons Obel-Fans womöglich verstört reagieren. Aber das Publikum lässt sich bezaubern. (...) Obel hat spätestens mit ihrer jüngsten CD „Myopia“ ihr Soundspektrum weit über die Neoklassik früherer Jahre erweitert: Elektronik ist mittlerweile fester Bestandteil ihrer Musik, ebenso wie vertrackte Rhythmen und zaghafte Disharmonien. Ein Publikum, das sich auf diese Klänge einlässt, ist grundsätzlich offen für Neues, da muss sich Marlène keine Sorgen machen, zumal sie mit Songs wie „Februar“ über den nicht enden wollenden Berliner Winter ihre Zuhörer da abholt, wo sie stehen: beim Jammern übers ewige Schmuddelwetter."

SCHALL No.19 01/2020  

"Musik aus Berlin, mit all den wundervollen Worten, der Melancholie und der gebrochenheit urbanen Zweifels. Sechs kleine Lieder voller Melodien und Poesie, geboren aus liebender Aufmerksamkeit. (...) Diese kleine EP ist so warmherzig eingesungen ein Tropfen Hoffnung. Vielleicht wird Marlène ja die Weltherrschaft übernehmen, dann wäre einiges wieder gut." (Volly Tanner)

 

Gästeliste.de (01.03.20)

"Dabei hatte Agnes' Support Act, die Berliner Liedermacherin Marlène, eigentlich zuvor das ihre getan, um gerade die Kirchenatmosphäre ein wenig aufzulockern. Nicht, dass Marlène die Tradition der Verballhornung aufnimmt, die in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts zu einem Comedy-Aspekt in der Unterhaltungsmusik geführt hatte (und die heute von Acts wie Max Raabe mit ironischer Distanz wiedergekäut wird) - aber es fiel schon auf, dass der leise Humor ihrer im Allgemeinen "chansonesk" angelegten Lieder wieder das altmodische Lieder-Flair jenseits des typischen Pop- oder Indie-Folk-Songs anstrebt, der ansonsten das Deutschpop-Szenerie dominiert (besonders dann, wenn sie hinter dem Piano Platz nahm)."